Die Krux mit dem Timing

Die Crux mit dem Timing: Soll man jetzt Aktien, ETF oder Fonds kaufen?

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Immer oben kaufen? Will keiner!

Immer unten kaufen? Schafft keiner!

Daraus folgt: Immer kaufen, wenn Geld da ist!

 

Immer dann, wenn der deutsche Aktienindex neue Rekordhöhen erklimmt, führen wir vermehrt Gespräche mit Kunden, die aufgrund der hohen Aktienkurse besorgt sind. „Die Aktienkurse sind doch schon wieder zu hoch bewertet.“ oder „Das kann doch nicht ewig so weitergehen.“ sind Sätze die wir dabei vermehrt zu hören bekommen. Zumindest dem zweiten Satz können wir uneingeschränkt zustimmen, denn Schwankungen und auch größere Korrekturen sind vollkommen normal! Nur ist es eben nicht ganz so einfach, eine Prognose abzugeben, wann diese Korrektur eintritt. Zu diesem Thema findet sich ein interessanter Artikel des Kollegen Joachim Brandmaier, den wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

Wann kaufen?

Nicht nur Börsenneulinge beschäftigen sich leider weniger mit der Frage, WELCHE Aktie oder Fonds sie am besten kaufen, sondern mehr damit, WANN sie zuschlagen sollten. Schließlich möchte jeder zu den Cleveren gehören und möglichst tief einsteigen. In unserer über 35-jährigen Börsenpraxis haben wir allerdings gelernt, dass es praktisch kein Anleger schafft, Aktien immer günstig zu kaufen. Zunächst warten sie oft vergeblich auf fallende Kurse, denn die meiste Zeit steigen die Aktien und laufen denjenigen, die tiefer einsteigen wollten, davon. Und selbst wenn die Schnäppchenjäger dann mit ihrem Warten richtig liegen, heißt das noch lange nicht, dass sie die Gelegenheit auch nutzen, wie wir im März letzten Jahres erlebt haben. Viele Kunden haben aufgrund unserer Empfehlung nachgekauft, aber viele Anleger eben auch nicht.

Die Krux mit dem Timing

Denn Wohlfühlkorrekturen gibt es an der Börse nun mal nicht – im Gegenteil, sind die Aktien im freien Fall, hören sich auch immer die Nachrichten entsprechend katastrophal an. So wie vor einem Jahr im Coronacrash. Meist ist den potenziellen Käufern die Sache am Ende doch zu heiß und sie kaufen wieder nicht – oder noch schlimmer: Viele, die Aktien haben, verkaufen sogar! Die Mehrzahl der Anleger macht es damit genau falsch herum: Sie kaufen, wenn die Stimmung gut ist – und die Kurse oben sind. Und sie verkaufen, wenn die Angst groß ist – und die Kurse unten sind. Gier und Angst machen den Börsianern also immer einen Strich durch die Rechnung. Deshalb lautet unser Motto für Wachstumstaktien und Top-Fonds „Jeder Tag ist Kauftag.“

Kaufen, wenn Geld da ist

Was zunächst vollkommen naiv klingt, ist die Antwort auf die Fehler des typischen Anlegers. Wenn man es schon nicht schafft, den besten Zeitpunkt für Kauf und Verkauf zu erwischen, sondern erwiesenermaßen im Schnitt sogar eher schlechte Zeitpunkte trifft, dann lässt man das sogenannte Timing doch am besten gleich bleiben. Stattdessen empfehlen wir den Anlegern ganz simpel: Kaufen, wenn Geld da ist. Wer ohne  nachzudenken immer wieder mal kauft, wenn er Geld zur Langfristanlage zur Verfügung hat, der bekommt in aller Regel gute Durchschnittskurse: Mal kauft er eher oben, mal eher unten und mal in der Mitte. Wer hingegen immer nur unten kaufen will, kauft wahrscheinlich nie und verpasst es so, an der langfristigen Entwicklung guter Aktien bzw. Fonds teilzuhaben.

Aber was, wenn man einmalig eine größere Summe zum Anlegen hat? Beispielsweise aus einer Erbschaft oder einer fälligen Lebensversicherung? Dann kann man natürlich auch nach und nach in mehreren Tranchen kaufen – gestreckt über Monate oder vielleicht sogar Jahre. Damit mindert man das Risiko, einen großen Batzen kurz vor einem Rückschlag zu investieren. Andererseits läuft man Gefahr, dass man damit letztlich immer teurer kauft. Denn wer auf die Dow-Charts rechts blickt, erkennt sofort: Langfristig überwiegen die guten Zeiten an der Börse!

Quelle: Stuttgarter Aktienbrief

Auch wir verfolgen in unserer PCI-Vermögensverwaltung einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont, so dass das sogenannte „Market-Timing“ eine untergeordnete Rolle spielt.

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