Ruhe bewahren – auch wenn’s donnert und blitzt.

Wie schön wäre das Börsianerleben doch, wenn man die schlechten Phasen einfach umgehen könnte und nur die guten mitnähme. Die Resultate fielen fantastisch aus! Doch in der Realität läuft es anders. Wer versucht, der Börse ein Schnippchen zu schlagen, dem widerfährt am Ende meist genau das Gegenteil: Er verpasst die besten Tage und verschlechtert seine Performance – möglicherweise massiv. Eine aktuelle Studie für die letzten 20 Jahre verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig es ist, dass man zum Wohle seiner Rendite dauerhaft investiert bleibt. Denn inklusive Dividende hätte der Daueranleger seit 2002 mit amerikanischen Aktien (gemessen am S&P 500) einen durchschnittlichen Jahresertrag von 9,4 Prozent erreicht. Aus 10.000 Dollar wären so 60.000 Dollar geworden.
Dabei waren zweifellos schwierige Zeiten zu überstehen, zum Beispiel noch das Ende der geplatzten Blase um den Jahrtausendwechsel, die Finanzkrise 2008/2009 und natürlich die Coronapandemie.

Angstmacher” gibt´s immer

Niemand behauptet, dass es einfach sei, an der Börse immer standhaft zu bleiben und allen Risiken zu trotzen. Im Nachhinein wissen wir zwar, wie es mit früheren Gefahren weiterging, aber wenn man genau mittendrin ist, fühlt es sich wesentlich bedrohlicher an. Da reichen dann schon Inflationsdaten, ein Jahr-2000-Wechsel, der Brexit, das Erreichen der US-Schuldenobergrenze, Zinserhöhungen, neue Virusvarianten, chinesische Staatseingriffe oder amerikanische Präsidentschaftswahlen, um manch einen den Verkaufsknopf drücken zu lassen.
Das Problem dabei: In der Regel sind die Kurse schon gefallen, wenn man “verängstigt genug” ist. Wer dann noch aussteigt, verkauft also meist bereits NACH einem deutlichen Rückgang. Hinzu kommt: Die allerbesten Börsentage liegen fast immer ausgerechnet in diesen schwierigen Zeiten – wenn die Kurse also gefallen sind und dann das Aufatmen kommt. Wer um die schlechten Tage herumkommen will, verpasst in seinem Bemühen deshalb sehr oft gerade jene Tage mit den größten Kurssprüngen.

Und das kann sehr teuer werden, wie die untere Grafik zeigt: Denn wer allein die besten 10 Tage verpasst, reduziert seine Rendite schon von 9,4 auf 5,2 Prozent. Grundsätzlich natürlich immer noch ein gutes Ergebnis verglichen mit dem Festgeld und Sparbuch, aber doch ein Rückgang von 45 Prozent! Wer aber sogar die besten 20 Tage verpasst, muss sich mit schlappen 2,5 Prozent Jahresertrag begnügen – und wie gesagt, da ist die Dividende bereits enthalten. Der absolute Pechpilz, der gleich an den stärksten 30 Tagen nicht investiert ist, kann sein Geld angesichts einer Rendite von 0,3 Prozent auch gleich unterm Kopfkissen verwalten.

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Fazit

Die Strategie “Kaufen und Liegenlassen” klingt in der Theorie immer so leicht, in der Praxis ist sie aber überhaupt nicht einfach umzusetzen. Doch wer es schafft, sie konsequent durchzuhalten, wird reichlich belohnt!
Quelle: Stuttgarter AktienBrief, Ausgabe 06/2022

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