Remember to come back in September

Der schlechteste Börsenmonat liegt hinter uns

Mit einem Minus in Höhe von über fünf Prozent im deutschen Aktienindex DAX wird der September seinem Ruf als schlechter Börsenmonat gerecht. Historisch gesehen ist der September der schlechteste Börsenmonat des Jahres. Seit 1988 verzeichnete der DAX in 20 von 33 Jahren im September Verluste. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in nur rund 40% der Fälle im September eine positive Rendite erzielt wurde. Nimmt man lediglich die vergangenen sieben Börsenjahre, sorgte der September sogar in fünf der sieben Jahre für Verluste beim deutschen Leitindex. Dies betrifft jedoch nicht nur den deutschen Aktienmarkt, sondern lässt sich auch am amerikanischen Index Dow Jones sowie dem noch breiter gestreuten S&P 500 feststellen.

Sell in May and go away, but remember to come back in September!

Während der September historisch gesehen als schlechtester Börsenmonat gilt, zählt der Mai zu den besten Börsenmonaten, weshalb eine Börsenweisheit besagt, man solle Ende Mai den Börsen den Rücken kehren und erst im September wieder investieren. Ist nun also der richtige Zeitpunkt zum Investieren und sehen wir wohlmöglich eine Jahresendrally?
Besonders der August mit minus 4,8 Prozent und der September mit minus 5,08 Prozent am Beispiel des DAX hat Anlegern einiges abverlangt. Unserer Ansicht nach könnte die Börse bereits einiges an schlechten Nachrichten eingepreist haben, die Lage bleibt jedoch angespannt. So dürften beispielsweise die meisten Marktteilnehmer mittlerweile von weiter steigenden Zinsen im Euro-Raum und den USA ausgehen, so dass weitere Zinsschritte keine Überraschungen darstellen. Viele Anleger haben sich vermutlich auch bereits darauf eingestellt haben, dass wir eine Rezession erleben werden. Die Frage ist nur, in welcher Größenordnung ein solcher Wirtschaftsrückgang ausfällt und wie gut Unternehmen es schaffen, diese Phase durchzustehen. Kommt es hier noch zu “Überraschungen”, wenn die Unternehmen ihre Quartalszahlen offenlegen, könnte dies noch einmal zu weiteren Kursrückgängen führen. Auch die geopolitischen Risiken (Krieg in der Ukraine, Konflikt China / Taiwan…) sind sicherlich zum Teil bereits in den aktuellen Kursen berücksichtigt. Eine Verschärfung dieser Risiken ist jedoch jederzeit möglich und birgt daher Potential, den derzeit anhaltenden Abwärtstrend der Börsen noch weiter zu befeuern.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Wie bereits oben beschrieben und auch am Schaubild zu erkennen, befinden wir uns derzeit in einem intakten Abwärtstrend. Wer jetzt in den Markt einsteigen möchte, erhält Einstiegskurse, die oftmals 20 % günstiger sind als noch zu Jahresbeginn. Sofern man einen langen Anlagehorizont mitbringt, ist dies sicherlich nicht der schlechteste Einstiegszeitpunkt. Aber nicht nur über einen langen Anlagehorizont sollten solche Anleger verfügen, sondern auch über ein dickes Nervenkostüm. Denn um den derzeitigen Abwärtstrend zu brechen, dürfte schon ein deutlicher Lichtblick notwendig sein, wie beispielsweise die Nachricht, dass der Krieg in der Ukraine beendet sei, die Inflation stark rückläufig ist oder die Wirtschaft sich deutlich besser entwickelt als erwartet. Bis dahin erwarten wir weiterhin eine angespannte Gemengelage für die Börsen.

Andererseits könnte ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend, bei Verkündung solcher oder ähnlicher Nachrichten, äußerst schnell eintreten und die Börsen dann rasant steigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, jetzt scheibchenweise in ausgewählte Werte und Fonds zu gehen und aktuell noch ein wenig Pulver trocken zu halten.

Was Sie tun sollten, wenn Sie noch kein Depot bei uns haben:

Erledigen Sie alle notwendigen Vorarbeiten! Hierzu zählen wir unter anderem:

  • Eröffnen Sie ein Depot, sofern Sie noch keines besitzen, denn die Depoteröffnung kann teilweise mehrere Wochen dauern.
  • Haben Sie bereits ein Depot und wünschen dazu eine Einschätzung Ihrer Depotstruktur, kontaktieren Sie uns.
  • Stellen Sie sich die Fragen, welchen Betrag Sie anlegen möchten, wie lange Sie auf diesen verzichten können und welche Anlageformen für Sie infrage kommen.
  • Welche finanziellen Ziele möchten Sie erreichen? Sind Sie dafür bereit, kurzfristig hohe Schwankungen in Kauf zu nehmen, um langfristig höhere Renditen zu erzielen? Oder lieber nicht?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl der für Sie am besten geeigneten Anlagestrategie, überprüfen Ihr Bankdepot und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein Anlagekonzept, welches Ihren Wünschen entspricht. Kontaktieren Sie uns hierzu einfach über den folgenden Button.

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