Ist das schon die Erholungs-Rally?

Jetzt schon vorsichtig einsteigen kann nicht schaden

Am Montag titelte das Handelsblatt “Kleinanleger verpassen Erholungs-Rally” und bezieht sich in dem Bericht auf den äußerst robusten Aufwärtstrend des DAX der vergangenen drei Wochen. Seit dem Mai-Tief habe der DAX um mehr als acht Prozent zugelegt, doch viele Anleger stehen der derzeitig positiven Entwicklung skeptisch gegenüber. Gerade Kleinanleger seien nach wie vor vorsichtig und zweifeln an der Nachhaltigkeit des Kursanstieges.
Wöchentlich wertet das Handelsblatt im Rahmen des “Handelsblatt DAX-Sentiment” die Stimmung von über 7000 Anlegern aus. Das aktuelle Ergebnis zeigt: Die Stimmung der befragten Anleger sei zwar sprunghaft angestiegen, “gute Laune” sei jedoch noch nicht erkennbar.
Kein Wunder, denn an der allgemeinen Lage hat sich nicht wirklich viel geändert. Noch immer zeichnet sich keine Lösung im Ukrainekrieg ab, die Lieferengpässe belasten die Wirtschaft und die Inflationssorgen und die Angst vor steigenden Zinsen sind nicht weniger geworden.

Hinter den Erhebungen wie dem DAX-Sentiment mit mehr als 7000 Teilnehmern stehen zwei Annahmen: Wenn viele Anlegerinnen und Anleger optimistisch sind, haben sie bereits investiert. Dann bleiben nur wenige übrig, die noch kaufen und damit die Kurse in die Höhe treiben könnten. Umgekehrt gilt: Wenn die Anlegerinnen und Anleger pessimistisch sind, haben sie mehrheitlich nicht investiert. Dann können nur noch wenige verkaufen und damit die Kurse drücken.

Unsere Meinung:

Ob wir es aktuell bereits mit einer Erholungs-Rally zu tun haben, können wir aktuell nicht einschätzen und offen gestanden können das sicherlich die wenigsten Marktteilnehmer. Erst später wird man beurteilen können, ob es sich hierbei nur um eine vorübergehende Gegenbewegung gehandelt hat oder um einen langfristig intakten Aufwärtstrend. Getreu dem Motto “Im Nachhinein ist man immer schlauer”. Was wir aber wissen ist, dass in der Vergangenheit ein solch langfristiger Aufwärtstrend meist dann seine Anfänge gefunden hat, wenn die wenigsten damit rechnen. Es ist wahnsinnig schwierig, den Markt zu “timen”, also genau den richtigen Einstiegszeitpunkt zu wählen. Deshalb ist unser Rat für Anleger, die bereits investiert sind und die nächsten fünf Jahre nicht auf das investierte Geld angewiesen sind, Ruhe zu bewahren und investiert zu bleiben. Laut einer Überschrift des Handelsblatt von gestern kaufen Insider wie Aufsichtsräte und Vorstände aktuell so viele Aktien wie lange nicht mehr:

Vorsichtig “scheibchenweise” einsteigen:

Für Privatanleger mit entsprechendem zeitlichem Anlagehorizont könnte sich auch aus unserer Sicht bereits jetzt eine Chance ergeben, zumindest in Teilbeträgen wieder einzusteigen.

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