Was ist ein Fonds?

Geldanlagen mit schneller Verfügbarkeit

Liquide“ (lat. flüssig) bedeutet einen schnellen Zugriff zu haben. Sprich: Liquides Vermögen sind Geldanlagen mit relativ schneller Verfügbarkeit, so dass bei Verkauf das Geld schnell auf dem Girokonto ist oder in bar abgehoben werden könnte. Das bekannteste Medium ist Tagesgeld, welches einen täglichen Zugriff ermöglicht und zu einem festen Zins angelegt ist. Neben dem Buchgeld wie Giro-, Tages- oder Festgeldkonten zählen zum „liquiden Vermögen“ in erster Linie Anlagemöglichkeiten in Wertpapieren bzw. – zwecks besserer Risikostreuung und höherer Sicherheit – im Wertpapierfonds, in erster Linie in Investmentfonds. Die bekanntesten Wertpapiere sind festverzinsliche Anleihen bzw. Rentenpapiere und Aktien. Wenn Sie heute eine Aktie, ein Rentenpapier oder Investmentanteile aus Ihrem Depot verkaufen und geben ein Limit (Mindestverkaufswert) ein, wissen Sie morgen ganz genau, welcher Betrag auf Ihrem Girokonto landet. Das gilt genauso für Rückkaufswerte bei Versicherungen, die den Versicherungsnehmern jährlich mitgeteilt werden; für Gold, dessen ungefährer Tageskurs ebenfalls feststeht oder für ETF`s und Zertifikaten, deren Kurswert ja täglich veröffentlich wird.
Zum liquiden Vermögen zählen NICHT Immobilien, Firmenanteile oder generell Sachwert-Beteiligungen oder früher geschlossene Fonds (Jetzt: AIF, also „Alternative Investmentfonds“). Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen wollen, haben Sie vielleicht eine klare Wunschvorstellung, welchen Kaufpreis Sie gerne erzielen würden. Ob Sie dafür jedoch kurzfristig einen Käufer finden oder aber den Preis senken müssen, steht in den Sternen. Dies gilt ebenfalls für eine Firma, für Beteiligungen oder für AIF-Fonds. Auch diese Werte kann man mit einer Preisvorstellung täglich verkaufen, aber es muß auf der anderen Seite einen Käufer geben, der diese Preisvorstellung teilt!