Die Wahl des Investitionszeitpunktes


Wer bei einer Geldanlage die bestmögliche Performance herausholen möchte, muss theoretisch beim Ein- und Ausstieg die drei bis fünf entscheidenden Handelstage treffen, an denen der Kurs im Jahr entscheidend hinaufgeht. In den seltensten Fällen funktioniert das aber genau so. Was gilt es also zu beachten, um eine gute Wertentwicklung zu erzielen?

Derzeit befindet sich der DAX im Höhenflug und markiert neue Höchstmarken. Viele Anleger stellen sich daher die Frage, ob man jetzt aussteigen und Gewinne realisieren sollte oder ob es im DAX noch weiter hinaufgeht. Wer sich solche Fragen stellt, versucht in der Regel nach dem sogenannten „Market Timing“ (in Hochphasen verkaufen, in Niedrigphasen kaufen) zu investieren.

Selbstverständlich möchte man die guten Tage an der Börse mitnehmen, die schlechten hingegen auslassen. Jedoch lassen sich weder die guten noch die schlechten Tage vorhersagen. Bei Betrachtung der historischen Kursverläufe fällt auf, dass sich der Großteil des jährlichen Marktanstiegs lediglich auf ein paar wenige Tage konzentriert. Ebenso verhält es sich beim Großteil der Verluste – auch hier sind nur wenige Tage ausschlaggebend.

Erfolg oder Misserfolg entscheidet sich an nur 3 bis 5 Tagen

Beispielsweise hat der DAX in den letzten 12 Monaten (Stand: Anfang Oktober) ca. 22 Prozent zugelegt. Als Anleger hätten Sie jedoch nur eine Rendite von ca. 9.4 % erwirtschaftet, wenn Sie in diesem Zeitraum die 5 besten Tage verpasst haben. Wenn man demnach den richtigen Investitionszeitpunkt erwischen möchte, müsste man jedes Jahr genau diese fünf Tage treffen. Dass dies bei ca. 250 Handelstagen nicht einfach ist, liegt auf der Hand.

An der University of Michigan wurden 7802 Handelstage von 1963 bis 1993 untersucht und festgestellt, dass in diesen 30 Jahren gerade mal 90 Tage 95 Prozent der Rendite generierten – im Schnitt also drei Tage pro Jahr. Wenn man nun also mit dem Gedanken spielt, den Markt zu verlassen, läuft man Risiko, diese drei Tage zu verpassen. Somit begrenzt sich der perfekte Einstieg auf eine Trefferquote von gerade einmal 3 zu 247.

Was Sie als Anleger tun können

Natürlich sollen Sie nicht blind im Markt investiert bleiben, sondern stets einen guten Überblick über das Gesamtrisiko Ihrer Investitionen haben. Gerade in Phasen von hoher Schwankungsbreite kann es daher sinnvoll sein, vereinzelt Gewinne zu realisieren und dadurch das Risiko zu verringern. Viel wichtiger als der Gedanke über den richtigen Einstiegszeitpunkt, ist die breite Streuung Ihrer Geldanlagen. „Nicht alles auf eine Karte setzen“ lautet also die Devise. Somit ersparen Sie sich, auf ein glückliches Händchen angewiesen zu sein und können nachts zudem ruhiger schlafen.

Eine Form der Risikostreuung bieten beispielsweise Investmentfonds, die in unterschiedliche Anlageklassen investieren. Die Auswahl an Investmentfonds am Markt ist riesig. Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich des Risikoprofils und der Anlagestrategien. Schnell wird klar, dass nicht jeder Fonds für jeden Anleger geeignet ist. Es bedarf also eines genauen Blicks inwiefern der einzelne Fonds zum individuellen Risikoprofil des Anlegers passt.

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