Beteiligungen

Was sind Beteiligungen?

Sachwerte wie Immobilien, Beteiligungen & Alternative Investmentfonds (=AIF)

Sachwerte, früher Sachwert-Beteiligungen bzw. geschlossene Fonds, seit kurzem wegen Neuregulierung „AIF“, sind Investitionen in bestimmte Sachwerte wie Immobilien, Flugzeuge, Schiffe, Solaranlagen und andere, im Rahmen eines geschlossenen Fonds oder als Direktkauf beispielsweise einer Eigentumswohnung . Vorteil für den Anleger bei Kauf eines Fondsanteils: Er kann sich auch mit kleineren Beträgen z.B. mit einem Kommanditanteil ab € 10.000,- an Sachwerten beteiligen, die ansonsten sehr viel mehr kosten würden. „Geschlossen“ bedeutet i.d.R. zweierlei: Einmal, dass ein bestimmter Kaufpreis oder Betrag eingeworben werden soll und nach Einwerbung einer festen Summe der Fonds geschlossen wird und nicht mehr gezeichnet werden kann. Zum anderen, dass Sie Ihre Anteile an einer Immobilie oder einem anderen Sachwert nicht täglich zurückgeben können wie bei offenen Investmentfonds, sondern diese ggf. mit Abschlägen über Zweitmarktbörsen verkaufen müssten, wenn Sie vorzeitig an Ihr Geld wollen. Deshalb ist ein Investment in diese Sachwerte auch nur dann sinnvoll, wenn Sie während der prognostizierten Laufzeit nicht an das investierte Kapital müssen (Dafür gibt es ja alternativ täglich veräußerbare Wertpapier(e)-Fonds). Weiterhin bekommt man bei Sachwerten bzw. neu AIF meist eine feste monatliche/viertel-/halb- oder -jährliche Auszahlung, die idealerweise aus den erzielten Renditen der jeweiligen Sachwerte stammen sollte (Immobilie=Miete // Flugzeuge=Leasingrate // Schiffe=Charterrate, usw). Als Teilhaber an einem geschlossenen Fonds werden Sie Mitunternehmer und profitieren somit von den wirtschaftlichen Chancen tragen aber auch Risiken eines Investitionsobjektes mit. Darüber hinaus sind geschlossene Fonds auch unter steuerlichen Aspekten interessant, und sie bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Vermögensportfolio zu diversifizieren und somit Ihre Anlagestrategie insgesamt zu optimieren. Als Beimischung für ein bestehendes Wertpapier-Portfolio können börsenunabhängige Sachwertinvestments deshalb ideal sein. Anders ist das bei einem Kauf einer Eigentumswohnung (= ETW) oder eines Hauses: dort habe ich wesentlich mehr eigene Verwaltungsarbeit (z.B. Betriebskostenabrechnung, Mieter, etc.) bin aber auch „Herr meines Hauses“ und kann beispielsweise jederzeit mein Objekt verkaufen. Zudem erhalte ich noch – im Gegensatz zu den neuen AIF – ggf. hohe Steuervorteile, die der Investor mit seinen anderen Einkünften verrechnen kann. Bei den jetzt noch gültigen, niedrigen Sollzinsen kann deshalb auch über den Direktkauf einer ETW nachgedacht werden.

Historie zu den neuen AIF

(ehemals geschlossene Fonds)

Sachwerte bzw. ehemals Beteiligungen und geschlossene Fonds sind seit über 30 Jahren einer der Schwerpunkte unseres Hauses. Hat man vor 2008 noch fast das gesamte Fondsuniversum via Homepage abgebildet, um Ihnen zu demonstrieren, dass wir Ihnen jede Art von Beteiligungen vermitteln könnten, ist nach der Finanzkrise ab 2008 nichts mehr so wie es war. Insbesondere im Bereich der Schiffsbeteiligungen waren die Hinweise im Prospekt bezüglich eines möglichen Totalverlustes vor 2008 rein theoretischer Natur, die Anleger erfreuten sich hoher quasi steuerfreier Ausschüttungen. Da in 2009 die Charterraten fast aller Handelsschiffe – natürlich auch bedingt durch ein Überangebot an Tonnage – massiv einbrachen, forderten die finanzierenden Banken dieser Sachwerte massive Nachschüsse. Die Kommanditisten dieser Beteiligungen waren dazu nicht verpflichtet. Aber oft genug zogen die Banken dann kurzfristig „den Stecker“, weil sie ihre monatlichen oder quartalsweisen Annuitäten nicht mehr von der Fondsgesellschaft erhielten und Anleger eben nicht nachschossen und sorgten für einen Zwangsverkauf der Objekte. Da in „schlechten Zeiten“ der Verkaufspreis eher niedrig war, gingen die Anleger oft leer aus, so dass ein Totalverlust der Einlage bittere Realität wurde. Aber auch Immobilien, insbesondere in den USA und andere Sachwerte wie Solaranlagen in Südeuropa, litten unter der Finanzkrise, so dass keine regelmäßigen Auszahlungen mehr möglich waren. Und als sei dies nicht schon genug, gab es auf dem Markt der geschlossenen Fonds bzw. Beteiligungen auch einige Betrüger (Prokon, S&K, der neue Eigentümer der Wölbern Bank, Malte Hartwieg von Dima24, Selfmade Capital und andere), die dafür sorgten, dass der Markt der Beteiligungen endgültig zusammenbrach. Und als ob das alles immer noch nicht reichte, wurden Anleger dann nochmals von Anleger-Anwälten mit Massenmailings angeschrieben und „abgezockt„, indem diese Anwälte den Investoren dieser alten Fondsprodukte Hoffnung auf Erstattung der Anlagebeträge wegen Haftung oder anderen Grundlagen machten und bei den Anlegern nochmals „abkassierten“! Vor Gericht gewonnen haben Anleger nur in den seltensten Fällen und blieben auf Anwalts- und Gerichtskosten, die in der zweiten Instanz nicht selten 50% ihrer gezeichneten Beteiligung ausmachten, sitzen.

AIF (reguliert)

Regulierte alternative Investmentfonds

Die Gegenwart – die neuen „alternativen Investmentfonds“ (=AIF)

Um diese „traumatischen“ Erlebnisse (siehe Historie zu den AIF) nie wieder Realität werden zu lassen, hat der Gesetzgeber seit dem 22. Juli 2013 reagiert und die Welt der Sachwerte im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) streng und neu reguliert. Die neuen Sachwertefonds heißen „AIF“, sogenannte „Alternative Investmentfonds“, die den früherer Begriff „geschlossene Fonds“ ersetzen. Nicht zu verwechseln mit den offenen Wertpapierinvestmentfonds, die täglich veräußerbar sind. Diese strenge Regulierung (z.B. eigene Depotbank für die eingesammelten Gelder, eine unabhängige Kapitalverwahrstelle (=KVG) mit hohen Kontroll- und Berichtspflichten) haben nicht viele Emissionshäuser „überlebt“ und dies hat eine natürliche „Filterfunktion“ für neue Projekte und alternative Fonds ausgelöst. Man vermutet, dass von ehemals über 500 Emissionshäusern und Initiatoren in diesem Bereich nur noch ca. 50 Häuser übrig bleiben werden. Parallel wurde auch der Markt der Finanzvermittler und – berater via Maklerlizenz § 34 f GewO neu reguliert und professionalisiert, was dazu geführt hat, dass von ehemals über 100.000 freien Vermittlern und unabhängigen Finanzberatern momentan nur noch knapp 39.000 weiter am Markt agieren, Tendenz fallend (Stand Juni 2015).

Nachfolgend eine Übersicht der neuen Regulierungen des Gesetzgebers:


Das KAGB hat mit dem neuen Investmentfondsgesetz auch die Mindestbeteiligungen klar geregelt: Handelt es sich um einzelne gleiche Sachwerte (Immobilie, Flugzeug) im AIF-Fonds gilt dieses Investment eher für erfahrene, semiprofessionelle Anleger. Die Mindestbeteiligung wurde mit einzelnen gleichen Sachwerte für Fonds deshalb auf € 20.000,- erhöht. Handelt es sich um einen sogenannten „Portfolio-Fonds“, der eine gewisse Risikostreuung mit zum Beispiel mindestens drei unterschiedlichen Objekten, an unterschiedlichen Standorten oder Mietern bzw. Chartern, ermöglicht, ist auch eine Mindestbeteiligung ab € 10.000,- möglich. Weiterhin gibt es noch „Spezial-AIF“ für professionelle Anleger mit geringeren Vorschriften (z.B. eine höhere Fremdkapitalquote) und einer Mindestzeichnung von € 200.000,-.

Bestellen Sie über unsere Homepage Ihre Favoriten oder rufen uns für mehr Informationen zu einzelnen Produkten einfach an.

Fazit zu den Sachwerten aus PCI-Sicht:

Der PCI GmbH & Co.KG, kurz PCI, gehen diese Regulierungen noch nicht weit genug: Sie arbeitet nur noch mit Häusern zusammen, die entweder bereits in der Vergangenheit, vor allem während der Finanz- und Schifffahrtskrise von 2008 bis 2015 gute Arbeit geleistet haben, eine gute Leistungsbilanz haben oder wie kennen die Akteure aus 30 Jahren Erfahrung persönlich in diesem Bereich und wissen das diese  auch größtenteils mit ihren Produkten halten konnten, was sie versprochen haben.

Die PCI setzt Ihr KnowHow für die Vermittlung von Produkten ein. Eine Beratung, die bei Sachwerten bzw. AIF auch eine Offenlegung Ihrer Vermögensverhältnisse bedeuten würde, wird von uns nicht mehr angeboten. Aufgrund unserer teilweise negativen Erfahrungen mit den „alten“ geschlossenen Fonds wurde die Auswahl auf dieser Homepage im Bereich AIF weiter stark eingeschränkt. Sie können uns gerne fragen, warum wir Ihnen bestimmte Produkte nicht anbieten. Und natürlich geben wir Ihnen im Rahmen unserer Vermittlungen auch Tipps und Empfehlungen. Aber die letzte Entscheidung zur Beteiligung an einem Sachwertprodukt liegt bei Ihnen. Diese sollten Sie erst nach einem sorgfältigen Studieren der Chancen und Risiken im Prospekt treffen und mit dem Wissen entscheiden, dass Sie im schlimmsten Fall mit dem Totalverlust Ihrer Einlage rechnen müssen! Denn keine Kapitalanlage ist völlig sicher! Nutzen Sie bei Ihrer Auswahl unsere über 30-jährige Erfahrung in diesem Segment und rufen uns an! Und ja, wir geben – wenn möglich bzw. vom Emissionshaus erlaubt – natürlich auch Rabatte, was in diesem Segment mittlerweile (leider) ebenfalls üblich geworden ist.