Anleger von Schiffsbeteiligungen müssen Insolvenzverwaltern nicht immer Ausschüttungen zurückzahlen


BGH verneint Ausschüttungsrückforderungen bei MPC MS Santa-Schiffen

Laut einer aktuellen Entscheidung (Hinweisbeschluss) des BGH zu der Rechtssache Ausschüttungsrückforderung einer Fondsgesellschaft müssen Anleger keine bereits erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen (Siehe beiliegende PDF im Bericht unten).

Im Ergebnis konnte der Insolvenzverwalter, der die Fondsgesellschaft bzw. Bank vertritt, keine Rückzahlung von Ausschüttungen bei den Anlegern fordern. Mittlerweile sind diverse Kanzleien, die von Anlegern beauftragt wurden sie zu vertreten, in ähnlichen Fällen in der Vorinstanz des OLG Bremen wie bei den weiteren Oberlandesgerichten in Celle, Düsseldorf, Hamburg, Hamm, Karlsruhe, Koblenz, Köln, München, Nürnberg, Stuttgart, Jena, Schleswig, Dresden bereits erfolgreich. Laut „FondsKompetenz.de“ – Geschäftsführer Dirk Porath heißt dies aber nicht generell, dass Ausschüttungen laut HGB § 172 nicht mehr zurückgefordert werden können. Es kommt immer auf das Schiff und jeweilige Fondsprospekt an. Bei kleinen Summen (unter € 4.000,-) lohne auch oft der gerichtliche Zeitaufwand nicht, so Porath. Sollte es sich allerdings um ansehnliche Rückzahlungsbeträge handeln, lohnt es sich zu kämpfen. Denn auch umgekehrt gibt es immer mehr Fälle, wo Insolvenzverwalter vor Gericht verlieren. Über „FondsKompetenz.de“ stellt Ihnen auf Anfrage gerne einen Kontakt zu versierten Anwälten da.